Frankreich verspricht Rennaction nach Rückkehr in den Rennkalender

Am Wochenende ist es endlich so weit: Die Racing League gastiert in Le Castellet auf dem Circuit Paul Ricard. Der 5,842 Kilometer lange Kurs kam dieses Jahr nach 28 Jahren Abstinenz zurück in den F1 Kalender und ist aufgrund dessen eine der beliebtesten Strecken in F1 2018. Die meisten  Gamer haben im August das Spiel aus der Verpackung gerissen, in die Playstation geschoben und sind direkt ins Zeitfahren Frankreich gegangen.  Anfangs hatte man natürlich etwas Zeit gebraucht, um sich an die 15 Kurven an der Côte d’Azur zu gewöhnen. Doch mittlerweile zählt der Kurs zu den beliebtesten Strecken  der Formel 1.

Bekannt ist Le Castellet spätestens nach den berühmten Duellen zwischen Niki Lauda und James Hunt in den 70er Jahren. In dem Film „Rush“ ist die Strecke auch Schauplatz für einige Szenen. Seit 1990 wurde der Große Preis von Frankreich jedoch auf dem Magny-Cours ausgetragen. Nun dürfen sich die südfranzösischen Zuschauer am 18.11.2018 auf die Racing League und spannende Zweikämpfe in allen Ligen freuen. Das Streckenlayout lädt durch die weiten Auslaufzonen und Highspeedkurven zu waghalsigen Manövern ein. „Dem Fahrer wird hier einiges abverlangt. Es gibt schnelle Richtungswechsel, lange Geraden, aber auch sehr lange, zuziehende Kurven, die gefühlvolles Bremsen und Runterschalten verlangen“, kommentiert JulianR2012 aus Liga 1. RL-Ocon fügt hinzu: „Die Strecke lässt sich smooth fahren, die Kurvenkombinationen schmecken auch gut“. MW-Power, Williamspilot aus der dritten Liga der Racing League, geht das Ganze sogar mathematisch an: Mir gefällt die Strecke insgesamt gut, auch wenn die Strecke wegen der Radiusänderungen nicht ganz einfach zu fahren ist“.

Rennaction ist in Frankreich garantiert 

Der Circuit Paul Ricard beginnt direkt mit einer schwierigen ersten Kurvenpassage, in der es gilt, so viel Kerb wie möglich mitzunehmen, ohne die Kurven zu schneiden. „Ich hoffe, dass es in Bezug auf die Track Limits  und Auslaufzonen in einem fairen Rahmen bleibt und sich keiner diesbezüglich einen unsportlichen Vorteil verschafft“, mahnt JulianR2012 vor dem Rennen. Tatsächlich hat es besonders zu Beginn des Spiels mit den Streckenbegrenzungen einige Probleme gegeben, was viele Fahrer vor allem im Zeitfahren ausgenutzt haben.

Überholen

Die beste Überholmöglichkeit sieht RL-Ocon auf der Start-und Zielgeraden sowie auf der Mistral Straight im zweiten Sektor vor der Chicane Nord. Von einem Überholversuch auf dem zweiten Teil der Geraden rät der McLaren Pilot jedoch ab. Weltmeister Julian stimmt dem Zeitstrafenspezialisten RL-Ocon zu: „Rad an Rad erfordert in Kurve 10 Fingerspitzengefühl, ansonsten endet es böse“.

 Auf die Frage eines Journalisten bei der Pressekonferenz, ob Frankreich eher eine Lenkrad- oder Controllerstrecke sei, wusste RL-Ocon nur mit einem „Uff“ zu antworten. Julian versucht schnell das Unwissen seines Kollegen aufzufangen: „ Ich würde eher zu ersterem tendieren, da vor allem Sektor eins sehr schwierig straffrei mit dem Controller zu fahren ist. Auch bei den Reifentemperaturen werden einige Padfahrer ihre Mühen haben. Dennoch sollte das nie (außer in Monaco) als Ausrede zählen“. Liga 3 Topfahrer MW-Power hingegen sieht keinen Vorteil für ein Eingabegerät und freut sich auf die Rad-an-Rad-Duelle mit seinen Kontrahenten: „Die Fahrer sind in Liga 3 nahezu gleichschnell, es wird also viele Positionskämpfe geben. Aber ich gehe davon aus, dass dies gewohnt gesittet und mit Rücksicht auf den Nebenmann vonstatten geht“.

Strategie

Pirelli stellt für das Wochenende die Ultrasoften ,Supersoften und Soften Reifen zur Verfügung. Wir können gespannt sein, für welche Strategie man sich in den verschiedenen Ligen und Teams entscheidet. Eine Einstop-Strategie ist zweifellos die schnellste, es wird jedoch interessant zu sehen sein, wer mit den Supersoften ins Q2 geht, um mit der mittleren Mischung ins Rennen gehen zu können.

Des Weiteren sollte man das Regentraining nicht vernachlässigen, Le Castellet heißt den ein oder anderen Schauer gerne mal willkommen.

Letzten Endes könnten die Zeitstrafen ein rennentscheidener Faktor werden. Wer sauber fährt (nein, nicht das Team Sauber) hat gute Chancen, durch die Strafen der Mitstreiter nach vorne gespült zu werden.

Alles in Allem steht uns ein spannendes Rennwochenende auf einer interessanten neuen Strecke bevor, auf das sich gewiss alle Fahrer und Zuschauer freuen.

DerDude14

DerDude14

Gran Turismo Fahrer seit Teil 1. Seit Gran Turismo Sport mit Lenkrad unterwegs.

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